Kuenz, der im Oktober zum Obmann gewählt worden war, freute sich über die rege Beteiligung an der Vollversammlung als „ein Zeichen der Öffnung und Normalität“: „Wir brauchen jetzt Zuversicht und Engagement, um die Herausforderungen zu bewältigen.“ Die massiven wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie konnten durch öffentliche Unterstützung in einem bisher nicht gekannten Ausmaß stark abgefedert werden. Kuenz: „Das ist nun die Basis für den Aufschwung.“

Der Raiffeisensektor war in der Krise systemrelevant, die Genossenschaften konnten ihren Betrieb weitgehend im normalen Umfang weiterführen, die Raiffeisenbanken halfen mit Stundungen und Überbrückungskrediten mit, die Krise zu meistern. „Raiffeisen hat sich als Gegengewicht zu wirtschaftlichen Abhängigkeiten und als Antwort auf die Globalisierung bewährt. Begriffe wie Regionalität und Nachhaltigkeit werden bei Raiffeisen seit jeher gelebt.“ Eine der Herausforderungen der Zukunft werde für den Raiffeisenverband die Spezialisierung der Dienstleistungen sein. So wolle man das Service für Neugründungen von Genossenschaften weiter verbessern und die Zusammenarbeit im Raiffeisensektor verstärken .

Die Pandemie habe den Verband auch in seiner Arbeit extrem gefordert, blickten die Geschäftsführer Peter Sapl und Edwin Grubert auf das vergangene Jahr zurück. Arbeitsorganisation, Dienstleistungen und Bildungsangebote mussten an die neue Situation angepasst werden. Das Interesse an der Rechtsform der Genossenschaft sei ständig im Steigen. So werden zum Beispiel mit dem bevorstehenden Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) „Energiegemeinschaften“ entstehen, die gemeinschaftliche Photovoltaikanlagen betreiben. Die Gesellschaftsform der Genossenschaft sei hierfür bestens geeignet.

Erstmals kam beim Verbandstag die Tiroler Vertreterin des Funktionärinnen-Beirates zu Wort. Der Beirat wurde von Dr. Rothensteiner (Generalanwalt des ÖRV) im Jahre 2014 eingerichtet. „Es ist mir und dem Verband ein echtes Anliegen, die Frauenquote unter den Funktionären und leitenden Mitarbeitern zu erhöhen“, unterstrich der Obmann. So war es auch folgerichtig, dass bei der Ergänzungswahl eine Frau, nämlich Lisa Spöck aus der Wildschönau, einstimmig in den Vorstand gewählt wurde.

Dass das Thema Revision auch kurzweilig und humorvoll abgehandelt werden kann, bewies der langjährige Direktor des Raiffeisen-Revisionsverbandes Niederösterreich-Wien, Mag. Johannes Leitner, in seinem Referat. Im Sinne des Gründervaters F. W. Raiffeisen erinnerte er an die Ziele der Revision: „Standardisieren, Regeln einhalten und Scheitern verhindern!“

„Genossenschaften sind heute aktueller denn je“, gab sich auch Landeshauptmann Günther Platter in seinen Grußworten überzeugt. Dieses Miteinander liege nicht nur „in der DNA von Raiffeisen“, sondern sei auch für die Bewältigung der Pandemie entscheidend. Zukunftsthemen für Tirol seien Regionalität, Nachhaltigkeit sowie Sicherheit und Solidarität – dazu sei Raiffeisen ein starker und verlässlicher Partner. „Zusammenhalten und noch mehr zusammenarbeiten“ – das gab zum Schluss auch Raiffeisen-Generalanwalt Dr. Walter Rothensteiner den Teilnehmern des Verbandstages mit auf den Weg.

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