Voller Hoffnung auf Normalität sei man in das Jahr gestartet, musste aber „ernüchtert feststellen, dass sich Gleichmäßigkeit, Berechenbarkeit und Planbarkeit nicht einstellen wollten". Flexibilität stand weiter auf der Tagesordnung. In diesem fordernden Umfeld schaffte es Raiffeisen mit Stabilität und Verlässlichkeit zu punkten. „Robustheit und Regionalität sind für uns nicht tagesaktuelle Attribute, sondern Raiffeisen seit jeher immanent. Der Fokus bleibt auf der Erfüllung der Bedürfnisse der Mitglieder und Kunden – sei es im Bankensektor oder in den Bereichen Ware, Verwertung und Absatz, Energie und Dienstleistungen", so der Verbandsobmann und unterstreicht: „Globalisierung schafft Abhängigkeiten, Regionalität bringt Unabhängigkeit. Die genossenschaftliche Grundidee gibt uns besondere Stärke, Rückhalt und ein gutes Fundament."

So sehen es auch die bayrischen Kollegen, bestätigt Gastredner Wolfgang Altmüller, Verbandsratsvorsitzender sowie ehrenamtlicher Verbandspräsident des Genossenschaftsverbands Bayern und Vorstandsvorsitzende der „meine Volksbank Raiffeisenbank". „Den regionalen Wettbewerbsvorteil haben wir nur, wenn man uns auch kennt", betont Altmüller. Entscheidend sei zudem der Zusammenhalt im Genossenschaftssektor: „Gemeinsam geht einfach mehr. Wenn wir zusammenhalten, können wir einen gesellschaftlichen Beitrag zum sozialen Frieden leisten. Dafür lohnt es sich doch, jeden Tag aufzustehen."

Wie es den Mitgliedern des Raiffeisenverbandes im Jahr 2021 erging, berichtet Verbandsdirektor Peter Sapl. Die Bilanzsumme aller Tiroler Raiffeisenbanken hat sich auf 14,9 Mrd. erhöht, ein Plus von 9,2 Prozent. Die Eigenmittelquote liegt bei etwa 18 Prozent. Trotz anhaltender Niedrigzinsphase konnten die Ersteinlagen auf rund 11,4 Mrd. Euro erhöht werden. „Eine durchaus erfreuliche Steigerung von 9,3 Prozent", kommentiert Sapl. Das Ausleihungsvolumen belief sich auf über 10,7 Mrd. Euro, ein Plus von 7,2 Prozent. Im Vergleich mit anderen österreichischen Banken könne man mit diesem „durchaus guten" Ergebnis auf alle Fälle mithalten, sagt Sapl. Der Umsatz der acht eigenständigen Lagerhäuser, der vier warenführenden Raiffeisenbanken und der 21 Standorte der „Unser Lagerhaus" WHG hat sich von rund 225 Mio. Euro 2020 auf rund 237 Mio. Euro erhöht. „Ein ebenso erfreuliches Ergebnis", so Sapl. Auch bei den sechs operativ tätigen Milchgenossenschaften ging die Umsatzentwicklung mit über 31 Mio. Euro wieder nach oben. Insgesamt wurden von den Genossenschaften 39,5 Mio. kg Milch verarbeitet, das entspricht etwa 10 Prozent des Milchaufkommens in Tirol. Aktuell beläuft sich der Umsatz der 19 Energiegenossenschaften auf 14 Mio. Euro. „Es werden aber eher 16 Millionen, weil noch nicht alle Bilanzen da sind", betont Sapl, „auf alle Fälle ein Trend nach oben." Aufgrund der Möglichkeit zur Gründung Erneuerbarer Energie-Gemeinschaften (EEG) will der RV Tirol künftig auch mehr Aktivitäten setzen, um die Bevölkerung darüber zu informieren und klare Perspektiven zu schaffen: „Die Genossenschaft ist die absolut richtige Rechtsform für dieses Thema. Da können wir als Raiffeisensektor besonders punkten", ist Sapl überzeugt.

Abschließend bedankten sich die beiden Verbandsdirektoren Peter Sapl und Edwin Grubert bei den Mitarbeitenden „für ihren Einsatz und ihr Engagement zum Wohl unserer Mitgliedsbetriebe. Aber auch bei unseren Funktionären für das Vertrauen, das sie uns in der Geschäftsführung erweisen." Verbandsobmann Kuenz bedankte sich zudem „für den gezeigten Einsatz und jederzeitige Flexibilität, aber auch die stete Solidarität zum Unternehmen."

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